Netzhauterkrankungen

Diabetische Retinopathie 

Die Zuckerkrankheit (Diabetes) ist eine sehr weit verbreitete Stoffwechselerkrankung. Durch den erhöhten Blutzuckerspiegel kommt es über längere Zeit zu einer Schädigung von kleinen Blutgefässen, was zu den diabetischen Durchblutungsstörungen im Bereich der Extremitäten oder der Niere führen kann. Auch in der Netzhaut kommt es zu einer Gefässschädigung. Dies kann zu einer Verschlechterung der Sehschärfe infolge einer Schwellung in der Netzhaut-Mitte (Makula-Ödem) oder zu einer massiveren Schädigung des Auges bis hin zur kompletten Erblindung infolge neu wachsender Blutgefässe (Neovaskularisationen) führen.

Heute kann das Auftreten dieser Probleme mittels rechzeitiger Therapie in der Regel verhindert oder verzögert werden. Zu den Therapien gehören die Laserbehandlung der Netzhaut und/oder Injektionen in den Glaskörper. Voraussetzung für eine gute Prognose ist die Früherkennung vor dem Auftreten von Problemen. Daher sollten Diabetiker regelmässig (in der Regel jährlich) augenärztlich kontrolliert werden.

Weil die Zuckerkrankheit häufig ist, ist die diabetische Retinopathie in der Schweiz auch die häufigste Ursache einer Sehbehinderung vor Erreichen des 70. Altersjahres. Ebenso wichtig wie die Früherkennung und Behandlung von Augenkomplikationen ist eine konsequente Einstellung des Blutzuckers und gegebenenfalls eines vorhandenen Bluthochdruckes.

Retinale Gefässverschlüsse

Am Augenhintergrund kann es zu einem Verschluss von Blutgefässen kommen. Verschliesst sich ein Blutgefäss, kommt es in der Regel zu einem raschen schmerzlosen Verlust von Sehkraft. Je nach Ausprägung und Art des Gefässverschlusses sind weitere Abklärungen und Behandlungen erforderlich. So wird bei ungenügender Durchblutungssituation eine Lasertherapie durchgeführt. Wenn sich eine Schwellung in der Netzhaut-Mitte zeigt, sind Injektionen in den Glaskörper erforderlich.

Gefässneubildungen bei starker Kurzsichtigkeit

Patientinnen und Patienten mit starker Kurzsichtigkeit können z.T. auch schon in jungen Jahren eine Neubildung von Blutgefässen am Augenhintergrund aufweisen. Treten diese Gefässe auf, kann es zu einer Schwellung des Nervengewebes an der Stelle des schärfsten Sehens kommen (Makulaödem) oder Blutungen im Auge. Das Sehen wird dann in der Regel schnell schlechter. Eine Behandlung erfolgt in der Regel heute medikamentös.

Netzhaut-Sprechstunde
Injektionssprechstunde

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